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9.Juli 2024

Sein to go, Sein to read, Sein to be


Ich liebe es, aus dem Sein zu schreiben. Ohne Konzept mich in das Schreiben hineinzubegeben und kommen zu lassen, was da kommt. Wollen wir ein Experiment wagen? Ein Spiel machen?


Das Spiel geht so: Ich schreibe aus dem Sein - du liest aus dem Sein. Sprich: Du liest den Text und nimmst parallel bewusst deinen Körper wahr. Ich möchte dich auffordern, ermuntern, einladen, das zu tun. Den Text sprechen und wirken zu lassen. Tun Texte doch immer? Irgendwie schon, aber ich meine, dass du jetzt ganz bewusst deinen Körper beobachtest, während du liest. Am liebsten mit geschlossenen Augen. Gut, ich gebe zu, das wird schwierig.


Ich mag das Wort „Einladung“ nicht mehr, es ist zu abgelullert. „Ich lade dich ein, fühle dich eingeladen ...“. Zu oft verwendet in weichgespültem unauthentischem Kontext. Ja, wir bräuchten dringend einen neuen Wortschatz, schön frisch und poliert, einen wahren Schatz, reingewaschen von alten Aufladungen, Assoziationen und Konnotationen. Obwohl ich die deutsche Sprache liebe. Sie zeugt von Tiefe und Reflexion. Sie enthält ein so wundervolles Potential für Wortspiele, philosophische Betrachtungen, Erkenntnisse. Sie ist so reich, ein echter Schatz. Also doch keinen neuen Wortschatz? Stimmt, vielleicht reicht eine frische Betrachtung, ein frisches Draufschauen, ein frisches Hinspüren. Und schon poliert sich's von selbst.


Also nochmal: Magst du dich beim Lesen der Schwingung der Worte öffnen? Dann los.



Das Sein trainieren. Das, was mir das Nächste ist, was meine wahre Natur ist, soll ich trainieren? Eine verständliche Frage. Meine Antwort: Ganz genau so ist es. Gestatte mir dazu direkt mal ein Wortspiel: Das Sein trainieren – gleich: Das Un-Sein verlernen, verwandeln, entlarven. Das Un-Sein als Sein erkennen. Un-Sinn als Sinn. Unstimmigkeit als Stimmigkeit. Mich durch die Dichte in die Durchlässigkeit hineinöffnen, hindurchöffnen. Mich an der Dichte als durchlässig erfahren. Indem ich hindurchspüre durch das, was ist, oder eher durch das, als was es sich präsentiert.


Ist das, was ist, nicht das, als was es sich präsentiert? Genau, ist es nicht. Ich präsentiere mich. Versus: Ich bin präsent.


In der reinen Präsenz bin ich der Gegenwart voraus, bin ich meine eigene wahrhaftige Schwingung, meine eigene höhere Oktave, meine eigene Zukunft.


Anders: In der Nicht-Präsenz verbleibe ich im Echo vergangener Tage, vergangener Gedanken, vergangener Gefühle, in der Schleife einer sich ewig reproduzierenden Erfahrung.


Und wie jetzt rauskommen aus der Dauerschleife? Die Sehnsucht nach Erlösung, Befreiung dient mir als Wegweiser für den entscheidenden inneren Fokuswechsel in die reine Präsenz. Ich kann mich nach nichts sehnen, was ich nicht schon bin. Und dann gilt es, in diesem neuen Raum zu verweilen. Immer wieder. Das erfordert Training.


Der Dreh- und Angelpunkt ist die innere Ausrichtung, eine bewusste Ausrichtung. Ich richte mich bewusst aus. Auf. Inneres bewusstes Ausrichten kann doch gar nicht anders als mit innerem Aufrichten einhergehen. Aufrecht sein. Aufrichtig, wahrhaftig sein.


Das gefangene Kreisen ums ewig Gleiche wird zur nach oben ausgerichteten, nach oben strebenden Erkenntnisspirale in die Freiheit.


Oder wird es gar nicht dazu, sondern erkennt es sich nur als das, was es in Wahrheit ist, nämlich eine nach oben strebende Erkenntnisspirale? Eine leicht veränderte Perspektive kann das Kreisen als wachsende Spirale offenbaren. Es genügt ein kleiner Fokuswechsel.


Die notwendigen Bestandteile in dem Spiel mit den Fokus: Der Körper und das Bewusstsein. Körper plus Bewusstsein verwandeln Information in Weisheit. Uff. Das darf sich erstmal setzen.


Den Körper erreicht Information, in jedem Moment. Der bewusste Umgang damit verschiebt die Perspektive und offenbart das kreisende In-sich-gefangen-sein als wachsende Erkenntnisspirale. So werde ich mehr und mehr zu dem, was ich bin. Erkenne ich mich mehr und mehr als das, was ich bin.


Fühlst du deine andere Oktave? Spürst du im Körper die neuen Räume, die erkundet, erkannt werden wollen? Magst du deine Themen als Treibstoff für den Fokuswechsel nutzen? Deine Bremsen als deine Befreiung erkennen?

Dabei erhöht sich unweigerlich die Schwingung und dein Körper antwortet. Mit einem Wohlgefühl, Frieden, Lebendigkeit, einer feinen Ekstase.

Bingo, angekommen. Willkommen in deinem Zuhause, im Sein.


Jetzt kann dich die Botschaft deiner Seele erreichen. Jede Information aus dem Seelenraum erhöht wieder dein Bewusstsein und lagert sich als Erkenntnis, als Weisheit ab in deiner Aura, in deiner Schwingung, in deiner Betrachtung der Welt, in deiner Welt selbst, die so mehr und mehr in Wundern zu dir sprechen kann.


Du hast deine Rückreise ins Sein angetreten. Nutze deinen Körper, solange du ihn hast. Und scheffele Weisheit, was das Zeug hält. Erspüre dich immer tiefer, erfühle dich immer feiner, erfahre dich immer bewusster als das, was du bist. Als das, was ist. Das Aha der Erkenntnis und das Wow der direkten Erfahrung verschmelzen und bilden deine Weisheit aus, die sich in deiner Präsenz ablagert. Deine wahre Präsenz wird freigelegt, dein Beitrag für die Welt bildet sich aus, dein Reichtum im Sein wächst. Denn du und die Welt und das Sein sind eins.

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